Berlin war eine Reise wert
Auf Anregung der SPD Bundestags- Abgeorneten Angelika Graf konnten
fünfzig politisch Interessierte, darunter acht Personen aus der Gemeinde Schechen sich über den Politikalltag in Berlin informieren.
Die zentrale Unterbringung nahe der Gedächtniskirche sorgte für kurze Wege. Zwei Stadtrundfahrten, die sich an politischen Gesichtspunkten orientierten, führte den Besuchern die Größe von Berlin mit seinen vielen Baustellen vor Augen. Ein erstes Informationsgespräch im Auswärtigen Amt folgte. Die vielfältigen Aufgaben dieses Amtes überraschte den Großteil der Besucher.
Die Führung durch die Dauerausstellung "Tränenpalast" sowie die Besichtigung der Gedenkstätte "Deutscher Widerstand (Stauffenberg-Gedenkstätte) folgten. Gerade diese leidige Vergangenheit deutscher Geschichte führte die Besucher erneut zu der Erkenntnis, wie wichtig Demokratie in einem Staat ist. Der Höhepunkt war natürlich die Besichtigung des Plenarsaals mit dem Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments. Die Aufgaben des Bundestages, der Tagesablauf der Abgeordneten und die Arbeitsabläufe des Deutschen Bundestages wurde in anschaulicher Weise von Angelika Graf aufgezeigt. Das in großen Teile der Bevölkerung vorhandene Meinungsbild, die Abgeordneten haben an den Debatten im Bundestag wenig Interesse, konnte anschaulich widerlegt werden. Denn die Hauptarbeit findet zum großen Teil nicht dort, sondern in den Fraktionen und Ausschüssen statt. Dort werden die politischen Entscheidungen vorbereitet. Es gibt in der aktuellen Wahlperiode 22 ständige Ausschüsse,wobei die einladende SPD Abgeordnete im 37 Mitglieder starken Ausschuss für Gesundheit tätig ist. Dazu gibt es in jeder Fraktion Landesgruppen, in denen sich die Abgeordneten über die politischen Fragen ihres Bundeslandes und ihrer Region austauschen können.
Mit vielen neuen Eindrücken und Informationen verabschiedete sich die Gruppe aus Berlin natürlich mit einem vor geschalteten Fototemin auf der Dachterrasse des Reichtagsgebäudes.
Peter Lößl